Schlechte Noten für den Internetzugang

17. Oktober 2008 | 04:20 Uhr | Von Susanne Meise

Die Internetanbindung der Schulen in Altenholz- Stift genügt nicht den Anforderungen des modernen Unterrichts. Die Gemeinde kämpft bei der Telekom für eine Verbesserung.

 

 

Von so einer Übertragungsrate können die Schüler in Altenholz-Stift zurzeit nur träumen. Foto: dpa

Der Computer gehört heute zum modernen Unterricht. Auch das Gymnasium und die Regionalschule in Altenholz würden gern auf das Medium zurückgreifen. Doch wenn mehr als fünf Schüler gleichzeitig für Recherchen ins Internet wollen, bricht die Leitung zusammen. Ein Zustand, an dem man nichts ändern könne, war die Auskunft der Telekom gegenüber der Verwaltung vor den Ferien. Jetzt gibt es Hoffnung.

 Eine Leistung von 2000 Mega-Bit steht den rund 2000 Schülern zur Verfügung, wenn sie sich im weltweiten Datennetz bewegen. Nicht genug, um vernünftigen Unterricht gestalten zu können. "Die DSL-Leitung ist zu schwach", hat FDP-Fraktionschef Jens Ruge in Erfahrung gebracht. "Das ist für uns nicht tragbar. Die Schule braucht dringend eine bessere Anbindung", fordert er.


Genau das hat die Verwaltung versucht zu erreichen. "Wir haben alle Leitungen in der Schule durchgecheckt. Von der Seite sind wir optimal ausgestattet", berichtet Bürgermeister Horst Striebich. Selbst ein Verstärker könne da nichts bewirken. "Wir bräuchten neue Leitungen, doch die bietet die Telekom zurzeit nicht an", gibt der Verwaltungschef wieder, was ihm von dem Unternehmen mitgeteilt wurde.


Vor diesem Hintergrund regte die FDP an, über eine Beteiligung an den Kosten für eine bessere Leitung nachzudenken. "Ich bin nicht bereit, diesen Zustand lange hinzunehmen. Eine gute Ausbildung, wie wir sie an den Schulen haben, schließt eine gute PC Ausbildung mit ein", so Ruge. Und letztlich würden nicht nur die Schüler, sondern auch die 3500 Einwohner im Ortsteil Stift von einer neuen Leitung profitieren, argumentierte er.

Ob die Telekom auf dieses Angebot eingehen wird, wird derzeit geprüft. Zurzeit hätten die Schulen einen kostenlosen "Telekom@school-Vertrag", teilte Stefanie Halle, Sprecherin der Telekom, auf EZ-Nachfrage mit. Man müsse gucken, ob es andere technische Möglichkeiten der Anbindung gibt. Der Projekt-Betreuer werde dafür mit der Verwaltung in Altenholz Kontakt aufnehmen. Allerdings wäre es möglich, dass eine andere Anbindung der Schulen nicht mehr im Rahmen des Telekom@school-Projekts möglich ist und der Gemeinde Kosten entstehen werden, sagte Halle weiter.


Das lässt hoffen. Schreibt doch das Unternehmen selbst über das Projekt: "Im Zeitalter breitbandiger Netze und Highspeedinternet macht Telekom@School modernes E-Learning in der Schule möglich und erlaubt die effiziente und zukunftsfähige Organisation von schulischen Arbeits- und Lernprozessen. Durch den Telekom@School-Zugang lassen sich auch datenintensive Unterrichtsmaterialien wie beispielsweise Audio- und Videodateien oder animierte Grafiken im Unterricht einsetzen." Mal sehen, ob das auch für Stift gelten wird.