Im Einsatz für ein gutes Schulklima

22. September 2009 | Von Susanne Meise

Die Gemeinde Altenholz hat zum neuen Schuljahr eine Sozialarbeiterin eingestellt, die nicht nur für die Kinder und Jugendlichen ein offenes Ohr hat.

 

Ein offenes Ohr für Probleme von Schülern, Lehrern und Eltern hat die Schulsozialarbeiterin Beate Stuchtey.

 Foto: Meise

 

Mit Beate Stuchtey haben die Schulen in der Gemeinde zum Winterhalbjahr eine Sozialarbeiterin bekommen. Ihr Ziel ist es, dazu beizutragen, dass sich die Schüler gut entwickeln können und möglichst viele den Abschluss schaffen.

 

Als sie die Stellenausschreibung sah, hat Beate Stuchtey nicht lange überlegt. An der Fridtjoff-Nansen-Schule in Kiel-Gaarden hat die studierte Erziehungswissenschaftlerin eine halbe Stelle als Schulsozialarbeiterin bekleidet, mit einer weiteren halben Stelle war sie als Coaching-Fachkraft für Flex-Klassen engagiert. "In Altenholz bot sich die Gelegenheit, alles unter einen Hut zu bekommen und etwas neu aufzubauen, wo die eigenen Vorstellungen mit einfließen können", sagt Beate Stuchtey, die eine von 50 Bewerbern war. Ihr Schwerpunkt wird auf der Regionalschule liegen, auf deren Initiative die Einrichtung der Stelle zurückgeht. Aber auch bei Problemen an Gymnasium und Grundschulen ist sie zur Stelle.

Ihren Start beschreibt sie als gut. Das Lehrerkollegium habe sie offen und nett empfangen. Einige hätten konkrete Vorstellungen, wie sie helfen soll. Anderen zeige sie das auf. Zurzeit besucht sie Klassen, in denen die Lehrer Bedarf angemeldet hatten. Beate Stuchtey beobachtet das Verhalten und geht der Unruhe auf den Grund. Je nach Situation arbeitet sie dann mit Schülern einzeln oder in Gruppen oder auch mit der gesamten Klasse am Problem. Gemeinsam wird überlegt, wie das Klima verändert werden kann.

Darüber hinaus ist Stuchtey Ansprechpartner für Schüler, die mit etwas nicht zurecht kommen - sei es in der Schule oder außerhalb, und auch für Eltern. Beiden Seiten falle es leichter, sich jemandem Neutralen anzuvertrauen als einer Lehrkraft, weiß die Sozialarbeiterin, die für die verschiedenen Lebens- und Problemlagen Kontakte zu verschiedenen Beratungs- oder Hilfeeinrichtungen vermittelt. "Ich sehe mich auch als Schnittstelle zu anderen Institutionen", sagt Beate Stuchtey, der auch am Austausch mit Sozialarbeitern anderer Schulen gelegen ist.

Eine weitere Aufgabe bildet die Präventionsarbeit. Über Wettbewerbe oder Projekte will sie für Themen wie Rassismus oder Mobbing sensibilisieren und zur Auseinandersetzung damit anregen. So werde eine Konfliktkultur erarbeitet, und die Schüler lernten, Kompromisse unter Gleichaltrigen zu finden.

Beate Stuchtey ist zunächst im Raum der Streitschlichter an der Claus-Rixen-Schule zu finden - ein Umzug an die Regionalschule ist angedacht und soll erfolgen, sobald ein geeigneter Raum zu Verfügung steht. Für Schüler des Hauptschulteils ist ihre Tür montags von 13 bis 13.45 Uhr geöffnet, mittwochs von 12.45 bis 13.30 Uhr für Regionalschüler. Donnerstags von 13 bis 16 Uhr ist offene Elternsprechstunde.