Nach zwei Jahren endlich eins

9. Juli 2010 | 06:40 Uhr | Von Doris Smit

 

Haben beim Umzug ins Schulzentrum tatkräftige Unter-stützung von ihren Schülern aus den Klassenstufen 7 und 8: Schulleiter Thomas Haß (l.) und Jürgen "Steini" Steinborn (r.).                                                                 Foto: Smit

 

Tische, Stühle, Regale - alles wurde gestern morgen vor der Claus-Rixen-Schule in dem großen Transporter verstaut und zum Schulzentrum nach Altenholz-Stift gefahren. Eifrig packten Schüler und Lehrer gemeinsam an, um weitere 53 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen sieben und acht in die neuen Räume umzuquartieren und damit die Außenstelle der Regionalschule in Klausdorf aufzulösen.

"Wir haben das Angebot des Bauhofs, den Umzug vorzunehmen, bewusst ausgeschlagen", erklärte Schulleiter Thomas Haß. "Die Kinder sollten das selbst gestalten und hier in Stift richtig ankommen", sagte er. Edgar (13), Kushtrim (14) und Rebecca (13) halfen mit, stehen den neuen Räumen aber mit unterschiedlichen Gefühlen gegenüber. "Ich find das gut.

Alle meine Freunde sind schon hier", berichtete Rebecca, und auch Kushtrim freute sich auf sein nächstes Schuljahr in Stift: "In der alten Schule waren nicht mehr so viele Schüler, da fühlte man sich fast schon etwas allein. Ich finde es spannender mit Vielen." Edgar hingegen meinte, dass es in Klausdorf mehr Möglichkeiten gab, die Pausen zu verbringen. "Mir fehlt hier der Fußballplatz", sagt er. Jürgen "Steini" Steinborn, Lehrer der Achten, ist auch noch nicht 100-prozentig überzeugt: "Mit so wenigen Klassen war die Situation einfach viel entspannter."

 

Der Schulleiter steht dem Ortswechsel positiv gegenüber. Nach zwei Jahren werde es Zeit, dass die Verbindung von Haupt- und Realschule, die Integration, voran komme. "Jetzt können die Schüler gut zusammenarbeiten, zum Beispiel in gemeinsamen Wahlpflichtfächern, das war ja in der Außenstelle nicht möglich."


In dem neuen Schulgebäude wird die Grundschule in das Obergeschoss ziehen. Im Erdgeschoss werden vier Regionalschulklassen unterrichtet. Hierbei werden die Schüler nicht nach Haupt- und Realschulzweig, sondern nur nach Jahrgang getrennt. "Viele der Jugendlichen sind noch mit dem Kopf und dem Herz in der Hauptschule. Aber ich bin zuversichtlich, dass sie nach einer Woche in den neuen Räumen hier in der Regionalschule angekommen sein werden", so Haß.