Anerkennung mit schwerem Schlucken

5. August 2010 | 06:35 Uhr | Von Doris Smit

 

Bauamtsleiterin Sigrid Köhncke und Architekt Rüdiger Mumm (Mitte) informierten über den Neubau der Grundschule.                                                     Foto: Smit

Zu einem Sommertermin hatte die CDU-Kreistagsfraktion unter dem Vorsitz von Manfred Christiansen am Mittwochnachmittag eingeladen, und rund 20 Mitglieder, unter ihnen auch Hans Hinrich Neve, Vertreter im Schleswig-Holsteinischen Landkreistag, kamen, um zwei Bauvorhaben der Gemeinde zu begutachten.

 

Christiansen lobte die enge und gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Kreistag und bezeichnete Altenholz als aufstrebende und strukturell gesunde Gemeinde. Das bezog Bürgermeister Horst Striebich auf die mit 4,5 Prozent recht geringen Arbeitslosenzahlen und die weiter steigenden Schülerzahlen - ganz entgegen dem Landestrend.


Es spreche für die guten Schulen in Altenholz, so der Bürgermeister, betonte aber, dass in einer Zeit mit freier Schulwahl die Entwicklung stets im Auge behalten werden müsse. Striebich lobte den "kurzen Draht", der mit dem Kreistag gepflegt werde und die regelmäßigen persönlichen Gespräche. Er bat Christiansen aber auch darum, mitzunehmen, dass die Gemeinde die Erhöhung der Kreisumlage um zwei Prozent, was für Altenholz rund 160 000 Euro jährlich bedeutet, belastet.


Auf der Skateranlage hinter der Edgar-Meschkat-Halle herrschte reges Treiben. Skater verschiedener Altersgruppen nutzen die "Ramps" und "Curbs". "Die Anlage ist sehr gut besucht", erklärte Bauamtsleiterin Sigrid Köhncke. Rund 20 000 Euro hat die Gemeinde dazugegeben, aber erst nachdem der Jugendbeirat mobil gemacht und selbst mehr als 12 000 Euro an Spendengeldern zusammengetragen hatte. Die Anlage aus beschichtetem Beton ist stabil, wetterresistent und - wie alle feststellen konnten - nahezu geräuschlos.


Direkt davor ist der Bau des Schulgebäudes fast abgeschlossen. Anders als ursprünglich geplant, wird das Gebäude nicht nur Grundschüler, sondern im Erdgeschoss auch Schüler der Regionalschule beherbergen. Die Besucher waren von der offenen großzügigen Gestaltung und den hellen Farben beeindruckt. Architekt Rüdiger Mumm ist in den letzten Wochen der Fertigstellung ständig vor Ort und erklärte den Gästen das Konzept: die Klassenräume sind auf der ruhigeren Seite zum Wald hin ausgerichtet, so ist auch die Außengestaltung - eine Verkleidung in Kirschholz-Optik mit Abschlüssen aus sibirischer Lärche - leichter gestaltet. Im vorderen Teil Richtung Schulhof finden sich die Funktionsräume und das Lehrerzimmer. Dort ist auch die Front mit einem Verblendmauerwerk etwas massiver ausgefallen. In die hohe offene Halle, die für Veranstaltungen durch eine Faltwand flexibel genutzt werden kann, kommt man vom Schulhof aus durch den Haupteingang. Zahlreiche Balkons dienen gleichzeitig als Fluchtwege.


Die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion gingen durch die Räume mit den frischen Farbtönen auf dem Boden, an den Wänden und Fenstern und nickten anerkennend, wenn auch der Komplettpreis von 4,2 Millionen Euro brutto für den Bau samt Schulhof und allen Außenanlagen einige mächtig schlucken ließ. Insgesamt hat die Bauzeit rund ein Jahr betragen, die Schüler können wie geplant am ersten Schultag nach den Sommerferien einziehen.


Nach einem Besuch der Firma Korth Kristalle GmbH wurde im Ratssaal über die Schwerpunkte der nächsten Monate im Kreistag diskutiert.