11. Oktober 2010 | 06:15 Uhr | Von Michaela Lauterbach

In Gedanken bei den Flutopfern

 

"Gute Wünsche für Pakistan": vorgetragen von Schülern der Klasse 6d.

            Foto: Lauterbach

Informationen, Gedanken, Fürbitten und Musik: 230 Schüler der 5., 6. und 7. Klassen der Regionalschule Altenholz-Stift gestalteten am Freitag im Eivind-Berggrav-Zentrum in Altenholz ihren eigenen Danksgottesdienst. Musikalisch umrahmten Elisabeth Schoeler aus der 9a am Klavier sowie erstmals ein Lehrer-Gitarren-Quartett und Torben Falk am Schlagzeug die Veranstaltung. Die Idee einst von Initiatorin und Projektleiterin Ulrike Gehl aus einer Kita in Santiago de Chile mitgebracht, ist der Danksgottesdienst nach sieben Jahren mittlerweile feste Einrichtung der Schule.

"Sinn ist, dass wir unsere Schüler sensibilisieren wollen zu erkennen, wie gut es uns hier geht", sagte Ulrike Gehl. "Und wie schlimm es in anderen Ecken der Erde aussieht. Es ist eine Danksfeier für Schüler aller Glaubensrichtungen."

 

Mit Unterstützung von Schulleiter Thomas Hass, Tanja Albers von der Fachschaft Religion, weiteren Kollegen aus den Fachbereichen Musik, Kunst und Deutsch, einiger Eltern und Pastor Dirk Große haben die Schüler einen bunten, informativen Gottesdienst auf die Beine gestellt. Der Erlös aus Spenden und dem Kuchenbüffet, das die 5. Klassen vorbereitet haben, geht in diesem Jahr an die Flutopfer in Pakistan. "Um die 400 bis 500 Euro kommen da sicher zusammen", schätzte Ulrike Gehl.


Gemeinsam mit Pastor Dirk Große begab man sich in Liedern und Texten gedanklich auf die Reise nach Indien und Pakistan, um den Menschen nahe zu sein, die Schlimmes zu erleiden haben. "Wir sollten dankbar sein dafür, wie wir hier leben dürfen", betonte Pastor Dirk Große. "Und spüren, dass wir Gutes tun können für Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns." 20 Millionen Menschen und damit 100-mal die Einwohnerzahl von Kiel haben durch die Flutkatastrophe ihr Zuhause verloren, so der Pastor. Sie haben kein Dach über dem Kopf, kein Bett, kein sauberes Trinkwasser und kein Essen. "Doch wir können etwas tun, auch um vielleicht nur ein einziges Leben zu retten. Wenn wir etwas abgeben von unserem Reichtum, dann wird die Welt heller und freundlicher."