Start mit drei fünften Klassen

Am Mittwoch beginnt an der neuen Regionalschule Altenholz-Stift der Unterricht

 

Altenholz – In den vergangenen

Monaten hat das Lehrerkollegium konferiert, Konzepte entwickelt und  vorbereitet: Am Mittwoch, 3. September, geht die neue Regionalschule in Altenholz-Stift mit drei fünften Klassen an den Start.

Von Gabi Asmus

Egal, ob Förder-, Haupt- oder Realschulschulempfehlung: Die Mädchen und Jungen sitzen dann alle gemeinsam in den Klassen. Angesicht der Zahlen von zwölf, 22 und 34 Empfehlungen für die genannten Schultypen schlussfolgern Rektor Thomas Haß und Konrektorin Anica Gehrmann:  

 „In Altenholz zeigt sich keine Ablehnung der neuen Regionalschule durch die Eltern.“

Für die 68 Kinder mit unterschiedlichsten Voraussetzungen sei ein differenzierterer Unterricht nötig, erläutern Haß und Gehrmann. Dem werde die Schule durch die 32 statt der bislang üblichen 28 Lehrerstunden in den fünften Klassen gerecht, durch den Einsatz zweier Kollegen mit jeweils zwölf Stunden für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, durch den Einsatz eines zweiten Lehrers in der Klasse für die Fächer Mathe, Deutsch und Erdkunde, durch Lerngruppen für Englisch, in denen die Kinder mit fünf Stunden gefördert werden sollen. Dazu kommt erstmals schon in Klassenstufe fünf der Wahlpflichtbereich mit einer Doppelstunde, schließlich auch der verbindliche Technikunterricht. Mit dem Projekt unter der Überschrift „Niemanden zurück lassen“ stehen

 Förderstunden in Mathe, Englisch und Deutsch auf dem Plan. Plus eine besondere Klassenlehrerstunde in der Woche plus Arbeitsgemeinschaften. Am Ende der sechsten Klasse wird dann in die Bildungsgänge Haupt- oder Realschule differenziert, zwischenzeitlich ständig beobachtet, ob einzelne Kinder nicht besser auf einem Gymnasium aufgehoben wären. Mit all’ dem, was unter anderem aus unzähligen Konferenzen in das Konzept für die Regionalschule Altenholz eingeflossen ist, müsse nun erstmal der Betrieb anlaufen. Zurzeit gebe es überhaupt keine freien Kapazitäten für weitere Pläne. Aber für Rektor Haß ist sicher, „dass sich die Regionalschule auch zur offenen Ganztagsschule entwickelt. Aber das schaffen wir jetzt nicht auch noch“. Die neuen fünften Klassen werden im Ortsteil Stift in den Räumen der Realschule eingeschult, die Hauptschulklassen ab Stufe sechs weiter in Klausdorf

unterrichtet, auch wenn sie nun als Bestandteil der neuen Regionalschule gelten. Ulrike Batziong übernimmt die Leitung dieser Außenstelle. „Wir müssen erst Erfahrungen mit dieser räumlichen Trennung sammeln. Uns stellt sich die Frage, ob es auch möglich ist, den Betrieb mit später nur noch drei Klassen sicherzustellen, ohne dass sie zur Restschule wird“, erläutert Haß. Insgesamt zählt die Regionalschule 420 Schüler, davon 70 in den neuen fünften Klassen und 120 in der alten Hauptschule. Zum Kollegium zählen nun 23 Lehrer in Stift plus zwei für den sonderpädagogischen Bedarf und weitere sieben in Klausdorf. „Wir haben schon in den vergangenen Monaten sehr positiv und konstruktiv zusammengearbeitet“, unterstreicht Anica Gehrmann. „Wir sind davon überzeugt, dass wir die Gratwanderung zwischen Fördern und Fordern in der gemeinsamen Orientierungsstufe bewältigen können“, urteilt Haß.