Erwartet werden zusätzliche Anmeldungen aus dem Kieler Norden

 

Altenholz stellt sich auf mehr Schüler ein

 

 

 

Christian Hiersemenzel | kn | 29.01.2009
17:13 Uhr

 

 

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Altenholz - Die Gemeinde Altenholz will zum nächsten Schuljahr erstmals die Anzahl der Fünftklässler nicht beschränken. Der Sozialausschuss fällte am Dienstagabend einen entsprechenden Beschluss und stellt sich damit auf einen erhöhten Zustrom von Kindern aus Holtenau, Friedrichsort und Schilksee ein.


Nach Angaben des Rektors Thomas Haß hätte die Regionalschule während des laufenden Schuljahrs noch weitere 19 Fünftklässler aus dem Kieler Norden aufnehmen können. Entsprechende Anfragen habe er bisher ablehnen müssen.

Das Problem wird in den nächsten Monaten noch dringlicher, weil die benachbarte Landeshauptstadt nach einem Ratsbeschluss in ihren nördlichen Stadtteilen keine Regional-, sondern nur Gemeinschaftsschulen ausweisen wird, manche Eltern jedoch die Regionalschule bevorzugen. „Wir müssen jetzt Sicherheit für diese Eltern schaffen“, sagte dazu die Sozialausschussvorsitzende Heide König (CDU).

Für Jens Ruge (FDP) war schon zum Diskussionsbeginn klar: Die Regionalschule solle künftig vierzügig werden, und Bürgervorsteher Volker Clauß (CDU) bestärkte ihn darin. „Nichts kann unser Image mehr stärken als ein besseres Schulsystem und bessere Schulen. Wir sollten uns dem Wettbewerb aussetzen.“

Antje Hirschfeld (AWG) äußerte allerdings ihre Sorge, dass Altenholz auf diese Weise in Stift ein Riesensystem schaffe. „Ich kenne jede Menge Eltern, die ihre Kinder deshalb dort nicht mehr anmelden wollen.“ Der Rektor Thomas Haß nickte. Er sei froh, dass es in Altenholz kein Gymnasium mit Regionalschulteil mit 1500 Schülern gebe. „Bei 450 Kindern halten sich die Probleme noch relativ gering.“ Schon jetzt haben besorgte Eltern an der Regionalschule Spannungen festgestellt und einen Sozialarbeiter beantragt.

Die Politik will sich mit dem Thema intensiver befassen. Nach Einschätzung von Thomas Haß wird die Regionalschule niemals mehr als vier Züge, also vier Parallelklassen eines Jahrgangs, haben. Ähnlich äußerte sich auch sein Kollege vom Gymnasium, Detlef Höfer. Mittelfristig werde man dort wieder in die Vierzügigkeit einmünden, „das steht der Schule gut“. Derzeit ist das Gymnasium mit 158 Fünftklässlern sechszügig.

zel