Streit um eine Streichliste

Altenholzer Schulausschuss will in Sondersitzung über Einsparmöglichkeiten beraten

 

Altenholz – Rauer als gewohnt entwickelte sich der Ton im Altenholzer Rathaus

am Montagabend: Im Schulausschuss ging es um die Finanzen, genauer um das Streichen bei Schulausgaben für 2010. Keine Diskussionen gab es dagegen über die Notwendigkeit der Sanierung der Edgar-Meschkat-Halle.

Von Gabi Asmus

„Wir haben schon stundenlang mit den Schulleitern zusammengesessen und viel auf 2011 sowie 2012 verschoben“, erläuterte Bürgermeister Horst Striebich zu den Ausgaben. Jetzt müsse die Politik Farbe bekennen. Dagegen protestierten die Ausschussmitglieder.

 

Die Streichliste sei Aufgabe der Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Schulen, so Heide König (CDU), hier seien die Gespräche bislang auch geführt worden. „Das einzelne Abhaken von der Liste entzieht sich unserer Kompetenz“, befand Ausschussvorsitzende Barbara Suhr (AWG). Das Rathaus sei noch einmal dran, so Karin Pfaff (SPD). Dies wurde mit Mehrheit beschlossen. Danach wird der Schulausschuss am Mittwoch, 25. November, um 17 Uhr eine Sondersitzung einschieben.  Die dann beschlossenen Zahlen gehen an den Finanzausschuss, der am 1. Dezember über den gesamten Haushalt berät. Der hatte mit Blick auf die schwindenden Einnahmen der Gemeinde auch den

Sparbeschluss vorgegeben: drei Prozent weniger für alle. Das bedeutet für den Schulausschuss: Es stehen  rund 180 000 Euro weniger

als angemeldet zur Verfügung.

Über die geplante Sanierung der zweiten Sporthalle im Ortsteil Stift informierte Architekt Rüdiger Mumm. Fast zwei Millionen Euro sind veranschlagt, rund 50 Prozent

kommen aus den Konjunkturmitteln. Die Deckenkonstruktion ist zusätzlich nicht mehr belastbar, einer ihrer Träger musste nach einem Riss schon repariert werden. Durch Dach, Wände, Türen  und Fenster zieht es. Lüftungsanlage und Sanitärräume müssen saniert werden.

Volker Clauß (CDU) wurde nach eigenem Bekunden  schwindelig bei der Zustandsbeschreibung: „Was ist der Unterschied zum Wegschieben und neu Bauen?“ Ein Neubau wäre doppelt so teuer, antwortete Mumm. Er stellte auch einen Zeitplan vor: Ende Mai 2010 Beginn, bis zum 22. Oktober möglichst Ende der Bauarbeiten, eine Sperrung vom 1. Juli bis zum 31. August – länger als die Sommerferien. Bei alldem ist der von Anica Gehrmann, stellvertretende Leiterin der Regionalschule, dringend angemahnte Umkleide- und Duschraum für die Sportlehrer noch nicht inbegriffen: „Männliche und weibliche Kollegen müssen sich zurzeit in einer Abstellkammer umziehen.“