Die Raumfrage im Schulzentrum ist für die Schulleiter Peter Wenners (links, Gymnasium) und Thomas Haß (Regionalschule) gelöst. Aber viele Detailfragen als Konsequenz aus den Schulreformen sind noch nicht beantwortet.

 

 Fotos Hiersemenzel (Archiv)/Asmus

 

Regionalschule geht ins dritte Jahr

Ab August gehen mit den Hauptschulklassen 450 Kinder auf die Regionalschule in Stift – drei neue fünfte Klassen wird es geben. Lediglich die sogenannte 9+ als flexible Übergangsphase bleibt in Klausdorf. Dann müssen nicht mehr acht bis elf Lehrer zwischen den beiden Standorten pendeln, sondern nur noch zwei bis drei. Für  Schulleiter Thomas Haß eine Arbeitserleichterung. Mit dem Begriff „schwierig“ dagegen kommentiert er die neuesten bildungspolitischen Entwicklungen im Land. Das Stichwort Schulreform gebe aktuell für Detailfragen wie diese wenig konkrete Antworten: Länger  binnendifferenziert arbeiten – heiße das, bis zur Klasse 8 oder 9 gemeinsamen Unterricht zu geben? Die Eltern der Kinder, die jetzt die 5. und 6. Klassen besuchen, fragten danach, ob auf die jetzigen Konzepte für den Unterricht ab Klasse 7 morgen noch Verlass sei.

 

Der Standort Altenholz war der erste im Land, für den eine Regionalschule genehmigt wurde – als Konsequenz der Schulreform Ende 2006.

In den vergangenen zwei Jahren seien die beiden Kollegien von Real- und Hauptschule zusammengewachsen, nun sind es 40 Kollegen mit knapp 30 Stellen.

 

Haß, der im Frühjahr 2008 nach  Altenholz wechselte, verhehlt nicht, dass dies viel Kraft gekostet habe. In allen Fächern mussten schulinterne Lehrpläne neu erarbeitet werden, um gemeinsame Wege für Kinder mit Empfehlungen für Förder-,  Haupt- und Realschule wurde gerungen: „Wo fordern wir, wo müssen wir fördern und in eine Stunde mit mehr als einem Lehrer reingehen?“

Mit sich gebracht habe dieser frühe Start aber auch frühe Erfahrungen: länger gemeinsam zusammen lernen bis Klasse 6, ab kommendem Schuljahr mit Klasse 7 auf unterschiedlichem Niveau zwei Gruppen nebeneinander unterrichten, nur noch teilweise kooperieren. Das ist für Haß die Marschrichtung in die Zukunft. Darüber hinaus wünscht er sich größere Gestaltungsmöglichkeiten für die Sekundarschulen, heißt Regional- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien. Sie sollten ihr eigenes Profil schärfen können, um Eltern eine reale Wahlmöglichkeit zu geben. Was hat die Reform konkret gebracht? Zwei neue Stellen, sagt Haß: um den Bereich Orientierungsstufe zu koordinieren, die Eltern zu beraten, welche Bildungsgänge für ihre Kinder am Ende der 6. Klassen offen stehen. Und um den Bereich berufliche Orientierung zu stärken. „Der soll ein Aushängeschild der Schule bleiben.“

as