Sonnabend, 26. März 2011

Akkurate Arbeit eines Oldie-Piloten

Agrar Oldtimer Club zeichnet den 14-jährigen Hendrik Jobst besonders aus

Uwe Karstens neuer Vorsitzender

 

Felm/Osdorf. „Es hat Spaß gemacht, und wir hatten vorher ordentlich geübt.“ Der 14-jährige Hendrik Jobst aus dem Felmer Ortsteil Krück freut sich riesig über die hölzerne Urkunde, mit der der Agrar Oldtimer Club Dänischer Wohld ihn gerade geehrt hat. Dessen neuer Vorsitzender Uwe Karstens aus Revensdorf wiederum freut sich über Hendriks Engagement.

 

Von Gabi Asmus

 

Der junge Mann zählt zu den zehn jüngsten im Alter zwischen sechs und 15 Jahren unter den über 180  Mitgliedern. Nicht alle fahren alte Schlepper mit Baujahren ab Ende der 1930er Jahre, die jüngsten stammen aus den 1970er Jahren. Hendrik habe beim Stoppelfest im vergangenen Sommer in Warleberg eine wahre Meisterleistung vollbracht, sind sich Karstens und sein gerade ausgeschiedener Vorgänger Enno Kruse aus Osdorf einig. Denn hinter seinem Trecker – ein Deutz Schlepper mit 15 PS aus dem Baujahr 1951 mit einem Clubkameraden am Steuer – zog der 14-Jährige einen Scharpflug mit einer sogenannten Vorkarre. „Früher waren Pferde davor gespannt“, erklärt Kruse. Hendrik habe bestimmt 20 Kilometer abgelaufen und ein „einwandfreies Pflugbild“ hinbekom-men. Diese akkurate Arbeit sei dem Vorstand alle Ehren wert gewesen.

Furche für Furche präzise Arbeit: Dafür zeichnete der Agrar Oldtimer Club Dänischer Wohld den 14-jährigen Hendrik Jobst jetzt aus.      

Foto U. Karstens

Nach vier Jahren hat Kruse – er fährt einen Trecker der Marke Fahr, Baujahr 1950 – das Amt des Vorsitzenden an Karstens weitergeben. Der wiederum ist ein Fan der Deutz-Trecker: „Ich bin mit ihnen groß geworden“, erzählt der Landwirtschaftsmeister. Der Club plant für 2011eine ganze Reihe von Veranstaltungen. Ob das Stoppelfest am 21. August – der Ort steht noch nicht fest – wieder scharenweise Besucher anzieht, ist vom Wetter abhängig. „Im vergangenen Jahr war es derartig gut besucht, dass wir uns um die Zukunft keine Sorgen zu machen brauchen“, sagt Kruse. Die Oldie-Piloten, wie sich die Mitglieder selbst nennen, sind auch gern gesehene Gäste bei anderen Veranstaltungen wie dem Gettorfer Rapsblütenfest oder Herbstspaß. Dabei bleiben die Ziele des Clubs auch nach dem Wechsel im Vorsitz gleich, betont Karstens: „Wir wollten alte Schlepper restaurieren, sie am Laufen halten und bei der Arbeit zeigen.“ Der Monatsbeitrag bleibe ein Euro. Regelmäßig kommen zehn Mitglieder zum Oldie-Stammtisch, der Gästen offen steht: an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 20 Uhr in Dibberns Gasthof in Osdorf.

 

Hendrik Jobst übrigens ist wie viele seiner älteren Clubkollegen über die Familie zum Oldtimer gekommen: Er habe den 60 Jahre alten Deutz geerbt, erzählt der 14-Jährige. Ihm mache der Umgang mit alter Technik einfach Spaß. Wie seinen Clubkollegen.

 

Anmerkung der Schule: Hendrik besucht die Klassenstufe 8 unserer Schule