Cornelia Müller | kn | 06.09.2011
17:35 Uhr

Bundesmittel machens möglich: Die Gemeinde kann wieder eine Schulsozialarbeiterin einstellen

 

 

Altenholz macht Rolle rückwärts

 

Altenholz. Aufatmen in Altenholz: Ab Februar 2012 soll wieder ein Sozialarbeiter oder eine Sozialarbeiterin für die 422 Regionalschüler im Stifter Schulzentrum da sein. Bezahlen muss die Gemeinde das nicht selbst: Altenholz wirbt Bundesmittel in Höhe von mindestens 30000 Euro ein.

 

So lautet die Beschlussempfehlung des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur an Hauptausschuss und Gemeindevertretung. Im Grundsatz votierte das Gremium Montagabend einstimmig. Uneinig waren sich die Ausschussmitglieder in der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Sozialausschuss darüber, ob der Auftrag an Träger wie die Diakonie oder die Arbeiterwohlfahrt Gettorf vergeben wird, oder Altenholz Arbeitgeber sein soll. Mit sieben Stimmen gegen das Votum der SPD-Vertreter entschied das Gremium, dass die Verwaltung die Stelle mit einer Arbeitszeit von mindestens 21 Wochenstunden ausschreiben soll.


Von Herbst 2009 bis Sommer 2010 hatte Altenholz eine Schulsozialarbeiterin. Doch schon im April 2010 hatte die Gemeindevertretung mit den Stimmen von CDU und AWG das Aus besiegelt. Der Arbeitsvertrag wurde wegen der Finanzmisere nicht verlängert. Für die Regionalschule war das ein Schlag. Schulleiter Thomas Haß hatte an haarsträubenden Beispielen dargelegt, dass unter anderem der mit einer sozialpädagogisch ausgebildeten Kraft besetzte Trainingsraum unverzichtbar ist: Verhaltensauffällige Schüler müssen immer wieder aus dem Unterricht genommen, können aber nicht angemessen aufgefangen werden.

 

Die finanziellen Voraussetzungen sind jetzt verändert: Nach einer Neuregelung im Sozialgesetzbuch II stellt der Bund für den Kreis Rendsburg-Eckernförde 2011 bis 2013 mindestens 800000 Euro für Schulsozialarbeit zur Verfügung. Die angenommene Summe für die Regionalschule Altenholz belief sich zunächst auf 30000 Euro. Das würde für 21 Wochenstunden Sozialarbeit reichen, wenn die Gemeinde die Fachkraft selbst einstellt. Bürgervorsteher und Ausschussmitglied Volker Clauß rechnete vor, dass die aktuelle Zahl voraussichtlich bei 39000 Euro liegt. Am 14. September beschließt der Jugendhilfeausschuss des Kreises über die Vergaberichtlinien.