Freitag, 23. September 2011

Sozialarbeit vor dem Neustart

Geld vom Bund ermöglicht halbe Stelle an der Schule

 

Altenholz. An der Regionalschule Altenholz wird voraussichtlich zum Beginn des nächsten Schulhalbjahrs wieder ein Schulsozialarbeiter seinen Dienst aufnehmen. Die Gemeindevertretung gab dafür am Mittwoch grünes Licht. Eine Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Gettorf wurde mehrheitlich abgelehnt.

 

Von Christian Hiersemenzel

 

Nach Angaben von Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) wird die Stelle bis Ende 2013 vom Bund jährlich mit 38 000 Euro bezuschusst. Eine entsprechende Zusage habe er inzwischen vom Kreis erhalten, der für die Verteilung des Geldes zuständig ist. Ursprünglich hatte die Verwaltung mit 8000 Euro weniger gerechnet. Der Bürgermeister regte an, über eine Anbindung an die Gettorfer AWO nachzudenken, die an der Isarnwohld-Schule bereits zwei Sozialarbeiter beschäftigt. „Auf diese Weise könnten wir bei uns eine Vertretung sicherstellen.“ Von der zugesagten Summe würde die AWO wöchentlich 19,5 Stunden Sozialarbeit ausrichten. Bei einer Anbindung an die Altenholzer Verwaltung wären es dagegen aufgrund unterschiedlicher Bezahlung bis zu 27 Stunden.

Darauf hoben Redner wie Klaus Reese (CDU) ab. Sein Fraktionschef Jürgen Schlüter wies darauf hin, dass die Gemeinde grundsätzlich stärker das Heft des Handelns behalten wolle. Und AWG-Fraktionschef Hans-Werner Suhr wunderte sich, warum überhaupt noch einmal diskutiert wurde:

 

 

Dies alles sei doch längst vom Fachausschuss mit deutlicher Mehrheit beschlossen worden. Heinrich Terwitte (SPD) dagegen sprach von praktischen Erwägungen einer Zusammenarbeit mit der AWO, und Wolfgang Weiß (SPD) wies auf das jahrelange Know-how des Trägers hin.

Das aber wollten vor allem CDU und AWG als Argument nicht gelten lassen. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet, weil die Bundesfinanzierung dann ausläuft. Die Sozialausschussvorsitzende Heide König (CDU) erinnerte daran, dass sich die Gemeinde im Frühjahr 2010 bewusst gegen eine Entfristung der damals angestellten Schulsozialarbeiterin ausgesprochen hatte. Der Fall hatte politischdie Wogen hochschlagen lassen. Insofern sei die Befristung auch jetzt wieder Dreh- und Angelpunkt.

Solaranlage: Auf dem Dach der Grundschule am Stifter Wald darf eine Bürgergesellschaft eine Solaranlage installieren. Es ist die vierte dieser Art in Altenholz. Die Gemeindevertreter entschieden einstimmig. Zuvor hatte der Architekt Torsten Kuchel sein urheberrechtliches  Einverständnis erklärt.