MITTWOCH, 14. NOVEMBER 2012

 

Rotstift geht quer durch alle Schulen

Für Sportverein Sozialstaffel geplant

 

Altenholz. Gleich zu Wochenbeginn gab es schlechte Nachrichten für die Altenholzer Schulen. Sie hatten für das Haushaltsjahr 2013 ihre Bedarfe angemeldet. Die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur setzten im Rahmen der Haushaltskonsolidierung den Rotstift an und strichen einiges. Für den Sportverein soll eine Sozialstaffel eingeführt werden.

 

Von Friederike Hiller

 

Die Regionalschule muss auf einen Decken-Beamer im zweiten Computerraum verzichten, das Gymnasium auf eine mobile Holzwerkstatt für den Kunstunterricht sowie auf Gruppen- und Lehrerarbeitsplätze im Chemie-Vorbereitungsraum. Aus zwei Minitrampolinen wurde eins, und auch die Investitionen für Mobiliar im Verwaltungsbereich der Schulen wurden gekürzt.

 

Hingegen wird das Dach über dem Rektorat ersetzt. Winfried Oppenhoff (FDP) hatte zwar vorgeschlagen, Schweißbahnen auf dem Dach des Verwaltungstraktes der Claus-Rixen-Schule und über dem Rektorat von Uta Fischer aufzubringen. Doch Bürgermeister Carlo Ehrich erklärte die Notwendigkeit, das Flachdach durch ein Pultdach zu ersetzen. Dem folgte der Ausschuss. Doch auch die Grundschule muss einsparen. Und zwar 2000 Euro bei Maßnahmen in Klausdorf, 5000 Euro bei Pflegemaßnahmen in Stift. Ebenso müssen Regionalschule und Gymnasium mit weniger Geld auskommen. Welche Ausgaben gekürzt oder gestrichen werden und welche Maßnahmen die höchste Priorität haben, entscheiden die Schulen selbst.

 

„Wir liegen 291 000 Euro über dem Budget, das der Finanzausschuss vorgegeben hat“, erklärte Heide König (CDU) die Notwendigkeit der Einsparungen. Nach langen Diskussionen, in denen die Ausschussmitglieder um die einzelnen Beträge rangen, erzielten sie eine Einsparung bei den Schulbudgets von 38 000 Euro im Ergebnishaushalt und etwa 20 000 Euro bei den Investitionen.

 

Nachdem im vergangenen Jahr die Zuschüsse für den TSV gestrichen worden waren, plädierte Sina-Marie Weiß (SPD) nun für einen zweckgebundenen Zuschuss in Höhe von 5000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit. Eine derartige „Gießkannenförderung“ lehnte Volker Clauß (CDU) ab. Vielmehr solle etwas für die wirklich Bedürftigen getan werden. Jürgen Schlüter (CDU) erklärte zudem, dass die Finanzlage der Gemeinde das nicht hergebe. „Wir haben mit den Schulen um fast jeden Euro gerungen.“ Der Vorschlag wurde abgelehnt. Ebenso wie der Antrag von Herbert-Peter Klein (FDP), mit einer Einmalzahlung von 1500 Euro das Defizit zu verringern.

 

Zustimmung fand hingegen der Vorschlag einer Sozialstaffel. Danach sollen 1500 Euro in den Haushalt eingestellt werden, um diejenigen zu unterstützen, die es sich tatsächlich nicht leisten können und bei der Gemeinde ihre finanzielle Lage offenlegen.

 

Dieter Jessen (Grüne) möchte auf den TSV einwirken, damit die Erwachsenenbeiträge erhöht werden. Auch Barbara Suhr (AWG) sah die Notwendigkeit, dass auch der Sportverein seinen Teil leisten müsse. „Nach sieben Jahren kann der Beitrag um einen Euro erhöht werden.“ Zudem solle der Verein kreativ werden und beispielsweise Spendenaktionen starten.