„Etwas für die Jugend tun“

Seit drei Wochen ist Meribel Risch FSJlerin beim TSV Altenholz

Donnerstag, 29. August 2013

 

Altenholz. Zusammen feiern, zusammen Spaß haben, zusammen Sport treiben: Meribel Risch plant in Altenholz ein Sommer-fest, um das Zusammen-gehörigkeitsgefühl und den Teamgeist unter den Jugendlichen zu stärken. Die 19-Jährige ist seit drei Wochen die neue FSJlerin (Freiwilliges Soziales Jahr) beim TSV Altenholz und macht sich bereits Gedanken über ihr Abschlussprojekt im nächsten Sommer.

Von Friederike Hiller

 

„Um einen Ball ins Tor zu schießen, müssen die Jugendlichen auch zusammen arbeiten“, sagt die Kielerin. „Alles, was man für die Jugend macht, ist gut. Das ist besser als vorm Computer zu sitzen, zu versauern und sich nicht zu bewegen.“ Sie hat bereits Kontakt zu anderen Organisationen  aufgenommen. Jugendtreffs, Pfadfinder und die Jugendwehr möchte sie mit ins Boot holen. „Jeder kann seinen Beitrag leisten und so können auch Vorurteile untereinander abgebaut werden“, so Risch.

Wie wichtig Bewegung und das Gefühl der Zugehörigkeit ist, sieht die FSJlerin bei der Sport-gegen-Gewalt-Gruppe an der Regionalschule. Dort hilft sie bei der Betreuung mit.   „Es kommen Kinder freiwillig dorthin, die sich  auspowern wollen. Jetzt steht Football auf dem Programm. Da lernen sie, dass es nicht um draufhauen geht sondern ums Sportliche und vor allem auch um Konzentration.“

 

 

Mit Elan ins Sportjahr: Meribel Risch will die Jugend zusammenbringen.          Foto Hiller

 

Neben dieser Gruppe ist sie noch verschiedenen Sparten zugeteilt und übernimmt die Hausaufgabenbetreuung an der Regionalschule. „Überall, wo ich gebraucht werde, springe ich ein“, ergänzt sie.

 

Zu ihrem Stammrepertoir gehören Badminton, Handball und Kinderturnen. Beim Badminton hat sie einen Heimvorteil, denn auch privat spielte die 19-Jährige. Zudem ist sie begeisterte Windsurferin und Wassersportlerin. Da war es für sie klar, als sie nach der 12. Klasse mit der Fachhochschulreife die Schule verlassen hat, ein freiwilliges soziales Jahr beim Sportverein zu machen. „Ich habe beim SV Hammer einen Jugendleiterschein und viele Fortbildungen gemacht, ich wollte den roten Faden beibehalten“, erklärt sie. Altenholz ist ein Heimspiel für Risch, denn dort wohnen ihre Großeltern und sie habe sich auch sofort wohlgefühlt.

 

Neu war allerdings der Umgang mit Kindern. „Plötzlich hatte ich einen riesigen Berg an Kindern. Da muss man ganz schön aufpassen, dass keins weg ist und immer mit Herz dabei sein.“ Doch das schule die  Durchsetzungskraft und mache Spaß, auch wenn es anstrengend sei. „Ich wünschte ich könnte pfeifen“, sagt sie lachend. Noch fast ein Jahr hat sie Zeit, das zu üben. Und dann soll es mit der Ausbildung losgehen, denn Risch, die neben dem Sport noch ein Faible für Rechtsfragen hat, möchte eine Ausbildung zur Verwaltungsangestellten in der Justiz machen.