Sonnabend, 28. September 2013

 

Lasse Kranich (links) und Philipp Montero Soero schauen sich einen Film über Zahnarzthelfer an.

Foto Hiller

Angebot: Über 200 Berufe

29 Aussteller beim vierten Ausbildungsforum in Altenholz

 

Altenholz. Was willst du einmal werden? Dieser Frage gehen die Schüler der Regionalschule und des Gymnasiums Altenholz beim vierten Ausbildungsforum auf den Grund. 29 Aussteller informieren über mehr als 200 Berufe.

Von Friederike Hiller

 

Aufmerksam hört Marja Jeenman den Ausführungen des Polizeibeamten zu. Die 14-Jährige weiß bereits genau, was sie wissen möchte, denn Polizistin wollte sie schon immer werden. „Als Polizistin ist man in Bewegung und es ist ein bisschen gefährlich“, erklärt sie den Reiz des Berufes. Wie lang ist ein Arbeitstag? Kann man sich den Partner beim Streifefahren aussuchen? Das sind nur einige Fragen, die sie interessieren. Ob Küstenwache oder doch Schutzpolizei, da möchte sie sich noch nicht festlegen. Aber interessant sei beides.

 

Als Bundesbeamter beim Zoll könne man von Flensburg bis Füssen eingesetzt werden, das schrecke einige

Interessierte ab, erklärt Claus-Peter Minkwitz, Pressesprecher des Hauptzollamtes Kiel. Um solche Fragen zu klären und präsent zu sein, sei ein Stand bei Ausbildungsmessen wichtig. „Es ist kein Selbstgänger, dass Schüler auf uns zukommen.“

 

Auch Celina Fischer (15) und Lea Stoltenberg (15) wissen schon genau, was sie einmal werden wollen. „Altenpflegerin“, sagt Celina. Lea möchte lieber weiter zur Schule gehen, dann studieren und Ärztin werden. Vielleicht bei der Bundeswehr. Denn Soldat Martin Schroer erklärt ihnen die Möglichkeiten. „Mein Bruder arbeitet da“, erklärt Lea ihre Affinität zur Bundeswehr. Und die Vorstellung auch im  Ausland arbeiten zu können, findet sie spannend. Bei der Entscheidung zwischen einer Ausbildung gleich nach der Schule oder weiter zur Schule zu gehen und dann zu studieren oder mit einer dualen Ausbildung beides zu verbinden, soll das Ausbildungsforum weiterhelfen. Der Schüler als Puzzleteil zwischen den Möglichkeiten verdeutliche dies, erklärt Rolf Lorenzen, Vorsitzender des TSV und Mitorganisator, das neue Logo der Veranstaltung. „So viel Berufskompetenz wie heute bekommt ihr sonst in der Schule nicht“, sagt er und appelliert an die Schüler, den Ausstellern Löcher in den Bauch zu fragen. „Nutzt es. Es ist eure Chance.“ Der Übergang von der Schule ins Berufsleben sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und daher sei die Gemeinde froh, dass der TSV-Vorstand vor vier Jahren mit der Idee auf die Gemeinde

zugekommen sei.

 

„Ich schaue nicht so auf Noten. Man muss teamfähig, einfühlsam und engagiert sein“, erklärt Zahnärztin Stefanie Erbersdobler den beiden Regionalschülern Lasse Kranich und Philipp Montero Soero die Voraussetzungen, um Zahnpfleger zu werden. Die beiden wissen noch nicht, wie ihre Zukunft beruflich aussehen könnte. „Es ist wichtig, dass ihr euch für einen Beruf entscheidet, der euch Spaß macht“, betont Erbersdobler.