11. Februar 2014

Alltag der Schulen

Birte Plewka-Eilenstein ist neue Sozialarbeiterin in Altenholz

 

Altenholz. Mobbing, Süchte, Ritzen und andere Verhaltensauffälligkeiten unter Schülern nehmen zu. Mit Sorge beobachten die Altenholzer Schulleiter Peter Wenners (Gymnasium) und Thomas Hass (Regionalschule) diese Entwicklung und freuen sich umso mehr, zum neuen Schulhalbjahr eine neue Schulsozialarbeiterin in den Räumen der Regionalschule begrüßen zu können. Birte Plewka-Eilenstein kennt sich nicht nur mit  psychologischen Erkrankungen und Suchthilfe aus, sondern hat auch Spaß an der Arbeit mit den Jugendlichen.

Von Friederike Hiller

 

Birte Plewka-Eilenstein übernimmt die Schulsozialarbeit für Regionalschule und Gymnasium.                            Foto Hiller

 

 

Heute wird sich Birte Plewka-Eilenstein der  Gemeindevertretung während der Schulausschusssitzung vorstellen. Bereits in ihrer ersten Woche an der Schule lernte sie das Kollegium und einen Teil der Schüler kennen.

 

17 Jahre lang arbeitete die 45-jährige Sozialpädagogin und Mutter eines elfjährigen Sohnes bei der Brücke Eckernförde. „Ich fühle mich schon angekommen“, sagt die Kronshagenerin, die zunächst an der Regionalschule aktiv sein wird. Nachdem sie dort Fuß gefasst hat, wird sie auch am Gymnasium arbeiten, erklären die Schulleiter. „In dem einen Monat Vakanz haben wir gemerkt, wie wichtig die Schulsozialarbeit ist und haben bereits eine Liste mit Fällen, die nun abgearbeitet werden muss“, so Hass. Im Januar war die Stelle unbesetzt geblieben.

 

„Ich habe die Stellenausschreibung in der Zeitung gesehen und nach 17 Jahren bei der Brücke wollte ich mich verändern. Es ist eine Herausforderung, zu der ich unheimlich Lust hatte“, erklärt Plewka-Eilenstein. Und da sie ursprünglich in ihrem Studium den Schwerpunkt Erziehung und Bildung gewählt hatte, sah sie es an der Zeit, sich in der Schule zu engagieren. 37 Stunden in der Woche ist sie vor Ort, von 7.30 bis 15 Uhr, jeden Schultag. Ihre Sprechzeiten sind montags von 7.30 bis 8.30 Uhr und mittwochs von 12 bis 14 Uhr. „Das

ist noch erweiterbar“, betont sie – auch nach telefonischer Absprache (Tel. 0431/26096124).

 

Ob sie an einem festen Tag in der Woche am Gymnasium sein wird und wie die Organisation zwischen den beiden Schulen abläuft, ist noch nicht vollständig geklärt. „Auch am Gymnasium ist der Bedarf in gleicher Weise vorhanden“, stellt Wenners klar. Insbesondere durch Mobbingfälle, die auch über soziale Netzwerke laufen, würde eine erschreckende Gruppendynamik entstehen. Die Schulleiter machten insbesondere die achten Klassen als Problemjahrgang aus. „Das ist der Höhepunkt der Pubertät“, so Wenners. Zudem nehme der  Druck in der Schule ebenso wie die Schulunlust zu. Die „Medienverwahrlosung“ hat Thomas Hass als weiteres Problem ausgemacht. Schüler, die tagelang vor dem Computer sitzen, könnten irgendwann nicht mehr richtig zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Und da brauche das Kollegium Unterstützung. „Denken Sie dran, Sie sind jetzt mittendrin“, habe er bereits beim Bewerbungsgespräch zu Plewka-Eilenstein gesagt.

 

Vorstellung auf der Homepage der Schule