Eckernförder Nachrichten         25. April 2015

                                      

„Etwas Neues machen, um Neues zu sehen“

Claudia Hoff-Klinck hat die Leitung der Helene-Dieckmann-Schule übernommen und will frei nach ihrem Motto einiges bewegen

 

Schulleiterin Claudia Hoff-Klinck mit ihrem Vorgänger Wolfgang Lerch, der zuvor 13 Jahre die Helene-Dieckmann-Schule als Rektor leitete.

Foto  Josefus-Szellas

Claudia Hoff-Klinck ist die neue Rektorin der Helene-Dieckmann-Schule, Förderzentrum Alten-holz-Gettorf-Kronshagen. Bereits seit dem 1. April arbeitet sie als Schulleiterin dort und wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde in der Aula der Claus-Rixen-Schule offiziell eingeführt.

Es war eine musikalische, amüsante und herzliche offizielle Feierstunde für die neue Schulleiterin Claudia Hoff-Klinck. Ihr Kollegium begeisterte die Anwesenden mit umgestalteten Udo-Jürgens-Texten. So wurde aus Ich war noch niemals in New York ein Denn wir sind heute alle hier und gratulieren herzlich dir oder aus Liebe ohne Leiden die Chefin ohne Leiden.

Schulträger des Förderzentrums ist die Gemeinde Altenholz. Bürgermeister Carlo Ehrich lobte in seiner Rede: „Sie sind das Sprachrohr derer, denen es nicht leicht fällt zu lernen.“ Mit der Kompetenz und ihrem Wissen würde sie sich dafür einsetzen, jedem Schüler die besten Chancen zu geben, in dem individuell machbaren Rahmen sich Dinge anzueignen.

Als Urgestein bezeichnete Schulrat André Berg die neue Funktionsträgerin: „Sie bringen die Schule weiter auf einen guten Kurs.“ Ein erstes Konzept über Kinder mit sozial-emotionalen Schwierigkeiten läge ihm bereits von Claudia Hoff-Klinck vor. Die dreifache Mutter ist seit 1992 an der Schule und war fünf Jahre als stellvertretende Leiterin für den Gettorfer Bereich zuständig. Studiert hat sie Deutsch und evangelische Religion.

Ihr Ziel ist „eine möglichst gute Unterstützung und Förderung, die bei den Schülern ankommt“. Thomas Haß, Schulleiter der Gemeinschaftsschule Altenholz, unterstrich: „Hier in Altenholz funktioniert Integration. Es ist normal, verschieden zu sein.“

Hochkompetent, wertschätzend, humorvoll und einsatzbereit in jeder Situation, so beschreibt die Frau an der Spitze ihr Lehrerkollegium. Insgesamt 20 Frauen und Männer sind an der Helene-Dieckmann-Schule tätig. „Es ist eine Schule ohne Schüler“, sagt Hoff-Klinck. Denn: „Wir gehen in die Schulen des Zuständigkeitsbereichs Gettorf, Altenholz und Kronshagen.“

284 angemeldete Mädchen und Jungen sind es, die von den Lehrkräften begleitet werden „Die Prävention ist ein weiterer, wichtiger Baustein unserer Arbeit“, so Hoff-Klinck. Ihr Motto lautet: „Man muss etwas Neues machen, um Neues zu sehen.“

Wolfgang Lerch, der zuvor 13 Jahre lang Rektor der Helene-Dieckmann-Schule war, wurde Ende Januar in den Ruhestand verabschiedet. Ganz ruhig ist es bei ihm jedoch nicht: „Ich gebe ehrenamtlich Deutschunterricht für Flüchtlinge“, sagt er. Zudem habe er jetzt Zeit für seine zwei kleinen Enkelkinder. cjs