19. Juli 2016

Ein Fest für das Wir-Gefühl

 

Gemeinschaftsschule Altenholz möchte eine neue Tradition etablieren

 

Konzentriert bei der Arbeit (v.l.): Turko (13), Maha (15), Mariam (14), Bahar (13) und Integrationslehrerin Birgit Noack malen nach expressionistischem Vorbild. ©

Altenholz. Musik dröhnt über den Schulhof. Vor einem Crêpes-Stand hat sich eine Schlange gebildet, in der Nähe jagen Jugendliche einem Fußball hinterher. Draußen und drinnen gibt es am Montag viele Angebote: Die Gemeinschaftsschule feiert nach Jahren ihr erstes Sommerfest.

Hinter den etwa 420 Schülern und 40 Lehrern liegt ein Jahr, das auch von beengtem Platz im Schulgebäude in Stift geprägt war. Modulbauten sollen nach dem Abriss der Pavillonklassen mehr Platz bieten. Schulleiter Thomas Haß geht davon aus, dass der Start ins neue Schuljahr zunächst weiter von Raumnot bestimmt bleibt und „wir im Laufe des Schuljahres umziehen“.

Haß freut sich, dass die Gemeinschaftsschule dann eine zusätzliche Stelle für Differenzierungsstunden bekommt. Dann könne man endlich in den Klassen binnendifferenziert arbeiten: „Die einen fördern, die anderen fordern.“ Zudem gibt es eine zusätzliche Stelle für Deutsch als Zweitsprache. 70 Kinder machten in diesem Jahr den ersten oder mittleren Schulabschluss. Viele werden in die Oberstufe wechseln, zum Beispiel ans Regionale Bildungszentrum in Kiel, erklärt Haß. Einige starten eine Ausbildung, „aber das werden immer weniger“.

Mit dem Schulfest beginnt die letzte Schulwoche vor den großen Ferien. „Wir wollen das Gemeinschaftsgefühl stärken“, erklärt Wulf Engelhardt, stellvertretender Schulleiter. Er hofft, dass das Sommerfest Tradition wird. Es gibt verschiedene Snack-Angebote und viel Spaß bei Geschicklichkeits- und Wettkampfspielen. In der sogenannten Fälscherwerkstatt. „können die Schüler frei malen oder sprühen“, erklärt Mitorganisator Jannick (13). Flüchtlingsmädchen malen dort konzentriert farbintensive Bilder. Zum Abschluss wird gegrillt.                           ker