15. Oktober 2016

Ein Pausenfrühstück für die Freundschaft

Altenholzer Gemeinschaftsschüler spenden Erlös zugunsten der Kieler Klinikclowns

Von Kai Pörksen

 

Benjamin (1 1) und Tjorven (10) aus der 5a haben Sprüche zum Thema Freundschaft auf der Pinnwand festgehalten. ©

Amelie und Niclas (beide 10 und aus der 5b) ist wichtig, mit ihren Freunden viel Zeit zu verbringen.  ©

 Altenholz. „Uns geht es in Deutschland sehr gut – und das möchten wir den Kindern vermitteln“, sagt Tanja Albers, Fachschaftsleiterin für Religion an der Gemeinschaftsschule Altenholz. Das typische Kirchenfest Erntedank sei bei den Kindern und Jugendlichen nicht sehr präsent, deshalb habe man sich zu einer Dankfeier unter der Überschrift Freundschaft entschieden. Am Freitagmorgen gab es in der großen Pause ein von den 200 Religionsschülern der fünften bis siebten Klassen gestaltetes Pausenfrühstück, dessen Erlös dem Projekt Klinikclowns ins Kiel zugutekommen soll.

Danach ging es in die Kirche, in der Pastor Dirk Große zum Thema Freundschaft sprach. Auch die Schüler beteiligten sich an der Gestaltung der Feierstunde mit Geschichten und Spielen sowie einem kleinen Poetry Slam. Für Musik sorgte der Schulchor unter der Leitung von Matthias Sitzwohl.

„Freundschaft – das ist, wenn man sich gegenseitig helfen kann“, sagt die zehnjährige Amelie aus der Klasse 5b. Sie steht am Verkaufstisch in der Pausenhalle, und der Kuchen findet reißenden Absatz. Am Nebentisch hat auch Julian (12) aus der 5a gut verkauft, 40 Euro sind schon in der Kasse. Das Projekt Klinikclowns findet er gut: „Da können wir denjenigen eine kleine Freude machen, denen es nicht so gut geht wie uns“, sagt er. „Freundschaft ist, wenn man sich nach einem Streit auch wieder verträgt“, sagt Niclas (19) aus der 5b zum aktuellen Thema. Erntedank? „Kirche ist nicht so mein Thema“, stellt Amelie klar. Weihnachten müsse sie immer mit ihrer großen Schwester in den Gottesdienst, damit der Weihnachtsmann komme. Und Niclas findet Kirche ein bisschen langweilig. „Die könnten den Gottesdienst ein wenig spannender und witziger machen“, findet er.

Alles andere als langweilig finden die Kinder den Religionsunterricht an der Schule. Dort würden aktuelle Themen behandelt, so Albers, die sich in diesem Unterrichtsfach viel Zeit für die Kinder nehmen kann. „Da gibt es kein richtig oder falsch“, so die Lehrerin für Religion und Englisch, sie habe Klassen erlebt, die hätten sie mit ihren Fragen ausgequetscht wie eine Zitrone. Man wolle, so Albers, den Kindern vermitteln, welche Werte wichtig seien. Und das seien erfreulicherweise größtenteils Freunde und Familie.