18. Mai 2017

 

Schulleiter klagen über zunehmenden Vandalismus

In Altenholz soll nun der Rat für Kriminalitätsverhütung nach Lösungen für das Problem suchen

 Von Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Am Schulzentrum stehen bereits die Container, die nun so zusammengefügt werden, dass die Gemeinschaftsschule (Hintergrund) sie nutzen kann. ©

Altenholz. Ein Ende der Raumnot an der Gemeinschaftsschule Altenholz ist absehbar: Es werden Container hergerichtet, die zum neuen Schuljahr fertig sein sollen. Sorgen bereitet allen Altenholzer Schulen der zu nehmende Vandalismus.

Das nimmt Ausmaße an, die nicht mehr akzeptabel sind.

Andrea Eick, Schulleiterin der Claus-Rixen-Schule

Die Gemeinde hatte sich einen ganzen Schwung der vom Land kostenlos bereitgestellten früheren Flüchtlingscontainer gesichert. Diese werden nun nach den Wünschen der Gemeinschaftsschule auf der Fläche der abgerissenen Pavillonklassen im Ortsteil Stift hergerichtet, hieß es am Dienstag im Schulausschuss. Schulleiter Thomas Haß erklärte, in den Containern sollen dann 39 Schüler unterrichtet werden, die Deutsch als Zweitsprache (DaZ) lernen. Zudem zieht noch eine weitere Klasse in die mehrere Jahre nutzbare Unterkunft ein. Dort sind auch eine Bibliothek und ein Lagerraum vorgesehen.

Andrea Eick, Schulleiterin der Claus-Rixen-Schule, machte die Kommunalpolitiker auf den immer schlimmer werdenden Vandalismus aufmerksam. An ihrer Schule im Ortsteil Klausdorf gelangten immer freitags oder sonnabends Unbekannte übers Dach in den Bibelgarten, feierten dort und hinterließen Verwüstungen. Sie sprach von zerbrochenen Scheiben, der zerstörten Kräuterspirale und anderen Schäden. Am Wahltag drangen zudem Unbekannte am Standort Stift in die Schule ein und hinterließen Schmierereien. „Das nimmt Ausmaße an, die nicht mehr akzeptabel sind“, sagte die Schulleiterin.

Auch Cornelia Hörsting, Schulleiterin des Gymnasiums, und Thomas Haß von der Gemeinschaftsschule beschrieben Probleme mit Vandalismus. Der Gemeinschafts-Schulleiter verwies auf das Schulzentrum in Raisdorf: Dort hätten Videokameras für Abhilfe gesorgt. Eine derartige Überwachung sei aber für Schulen ein heikles Thema, erklärte Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD). Das Ganze sei auch ein gesellschaftliches Problem. Er kritisierte, dass für nötige Absicherungen und Reparaturen „Steuergelder verbraten werden“.

Uwe Johanning (SPD) und Antje Hirschfeld (AWG) waren sich einig, dass dies ein klassisches Polizeithema sei: Die müsse dort vermehrt am Wochenende Streife fahren. CDU-Fraktionschef Jürgen Schlüter bat, den Rat für Kriminalitätsverhütung zu diesem Thema einzuberufen, um nach Lösungen zu suchen. Das soll nun geschehen.