9. September 2017

Eine Schule wartet auf neue Räume

Container in Altenholz sollen „so schnell wie möglich“ für den Unterricht umgebaut werden

Weil es an Lagerfläche fehlt, stehen einige Tische und Stühle in den Fluren – im Notfall könnten sie zu Stolperfallen werden. ©                                                                           Foto: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Von Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck

Altenholz. „Das war wahrscheinlich zu kurzfristig“: Schulleiter Thomas Haß hatte gehofft, am Freitagvormittag Mitglieder des Schulausschusses in der Gemeinschaftsschule begrüßen zu können. Doch nur der Bürgermeister kam. Es war zu kurzfristig, bestätigte die Ausschussvorsitzende Sina Marie Rooswinkel-Weiß.

Thomas Haß hatte die Einladung am Mittwoch im Schulausschuss ausgesprochen. Grund: Nach den Sommerferien standen nicht, wie erhofft, die dringend benötigten neuen Containerklassen zur Verfügung (wir berichteten). Bürgermeister Carlo Ehrich hatte allerdings im Gremium betont, die Gemeinde habe „richtig und mit entsprechender Eilbedürftigkeit gehandelt“, indem sie zunächst eine Baugenehmigung einholte. Nun müssen die 22 Container noch in gewünschter Form zusammengefügt werden. Einen Termin nannte der Bürgermeister noch nicht: „Wir versuchen das so schnell wie möglich.“

Auch der büroleitende Beamte Dirk Schmidt wies auf den großen organisatorischen Aufwand mit dem vom Land kostenlos zur Verfügung gestellten Unterkünften hin: „Jeder Container war in unterschiedlichem Zustand“ – das habe man zunächst nicht gewusst. Die Ausschussvorsitzende Sina Marie Rooswinkel-Weiß dankte ausdrücklich allen Lehrern dafür, „dass Sie trotzdem weiter so arbeiten und die Kinder gut beschulen“.

Schulleiter Thomas Haß erklärte, er hätte dem Schulausschuss am Freitag gerne gezeigt, „warum es so drängt“. Er wollte, sagt er, Klassenräume zeigen, in denen es eng ist. Einen Raum mit und einen ohne Schallschutz. Und auf die Brandschutzlast hinweisen, weil schon jetzt aus Mangel an Lagerraum Mobiliar in den Fluren steht.

Uns ist klar, dass er Raumbedarf akut ist. Das muss man uns nicht beweisen.

Sina Marie Rooswinkel-Weiß,

Schulauschuss-Vorsitzende

Demnächst kommt die Ausstattung für die Containerklassen hinzu. „Uns ist klar, dass der Raumbedarf akut ist“, betonte Sina Marie Rooswinkel-Weiß am Freitag: „Das muss man uns nicht beweisen.“ Sie geht auch davon aus, dass das ein Dauerthema bleibt – wie auch der Bedarf an einer Mensa.

Zurzeit besuchen nach Angaben von Thomas Haß knapp 400 Mädchen und Jungen die Gemeinschaftsschule: in 17 regulären und zwei Daz-Klassen (Deutsch als Zweitsprache). Es gebe acht Integrationsklassen, die alle einen Differenzierungsraum benötigen. Das neue Kurssystem erfordert zudem Gruppenräume: „Im Moment hat jeder Jahrgang einen.“

Aus den Containern entstehen drei nebeneinander liegende Gebäude auf dem Fundament der früheren Pavillonklassen. Das neue Daz-Zentrum bietet Platz für 36 Schüler mit Migrationshintergrund in zwei Klassen. Dadurch, so der Schulleiter, entstehe im Hauptgebäude Platz für zwei Gruppenräume von Sechstklässlern.

Im Hauptgebäude entstehen neue Gruppenräume

Ins zweite Gebäude kommen die bisher in einer Abstellkammer untergebrachte Bibliothek und eine achte Klasse. Die macht im Hauptgebäude Platz für einen Gruppenraum, den sich die drei neunten Klassen fürs Kurssystem teilen. Im dritten Gebäude entstehen ein Lagerraum und ein Gruppenraum – dadurch wird Platz frei für den Gruppenraum der siebten Klassen.