Entstehungsgeschichte der Lesepaten in der Regionalschule Altenholz

Durch die Teilnahme am  Projekt NZL (Niemanden zurücklassen – lesen macht stark) erhält die Regionalschule Altenholz seit dem Schuljahr 2008/09 acht Lehrerwochenstunden für die Leseförderung. Davon wird in den vier 5. Klassen  eine zusätzliche Lesestunde eingerichtet, die von den Deutschlehrern erteilt wird.  Nach kurzer Zeit wird die Notwendigkeit erkannt,  besonders leseschwache Kinder individuell zu fördern, da dieses im Klassenunterricht nicht umfassend geleistet werden kann.

Damit ist die Idee geboren, sich um ehrenamtliche Lesepaten zu kümmern.

Auf eine Anzeige in den Altenholzer Nachrichten (Feb. 2009) melden sich ca. 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde und erscheinen zur ersten Vorbesprechung im Lehrerzimmer der Schule.

Als einzige Voraussetzung gilt: Als Lesepate soll man einmal in der Woche vormittags in der Schule zu einem festen Termin zur Verfügung stehen.

Ab März 2009 treffen sich regelmäßig bis zu 10 sehr motivierte Lesepaten pünktlich am Montagmorgen um 7.15 Uhr. Nach einer kurzen gemeinsamen Vorbesprechung wird jedem ein Kind vorgestellt. Dann geht es für die Lesepaten an die Arbeit. Jedem Lesepaten steht ein eigener Raum zur Verfügung, wo er/sie sich dann intensiv um sein/ihr Lesekind kümmern kann.

Nach den ersten Zusammentreffen erscheinen die Kinder schon freudestrahlend zu ihrer persönlichen Lesestunde bei ihren Paten. Erwachsene und Schüler sprechen über  ihre „Leseerfahrungen“ und lernen sich immer besser kennen. Aus dieser positiven Grundhaltung entstehen interessante Anschlussgespräche über das Gelesene, die das Textverständnis verbessern. Erste Erfolge stellen sich ein. Beide Seiten zeigen sich zufrieden.

Zum Schuljahr 2009/10 kommen neue Kinder aus den 5. Klassen. Bis zu den Herbstferien empfehlen die Deutschfachlehrer leseschwache Schüler, die nun die Einzelförderung durch die geübten Lesepaten erhalten. Die Schüler erfahren hier die Aufmerksamkeit und Ermunterung durch nette, hilfsbereite und lebenserfahrene Erwachsene in einer Form, die im normalen Schulunterricht oft nicht möglich ist.

Im September findet eine  Informationsveranstaltung zu den Aufgaben eines Lesepaten statt, die mit fast 30 Personen gut besucht ist. Der Erfahrungsaustausch ist fruchtbar und wird gern angenommen.

Die Regionalschule hat sich geöffnet und ist von der ehrenamtlichen Mitarbeit der Lesepaten begeistert. Es bleibt zu hoffen, dass auch in den nächsten Jahren weiterhin Schulstunden für die Leseförderung zur Verfügung gestellt werden, damit die Einzelförderung von leseschwachen Kindern fortgesetzt werden kann.

Zurzeit sind folgende Lesepaten aus der Gemeinde Altenholz aktiv:

Herr Altmann, Frau Fotler, Frau Haak, Frau Heinemann, Frau Hirschfeld, Herr Kreutzfeld, Frau Lerch-Nöhren, Frau Riemenschneider, Frau Schwirrblatt, Herr Sprenger und Frau Staffel.

 

Christian Abelmann-Brockmann